Übergangspräsident Adolfo Rodriguez Saa hat sein Amt niedergelegt

Argentinien

Nur eine Woche nach dem Regierungwechsel in Argentinien hat Übergangspräsident Adolfo Rodriguez Saa sein Amt niedergelegt, meldet die Tagesschau. Er habe keinen Rückhalt in seiner Partei , begründete er seine Entscheidung. Neun seiner Gouverneure hätten ihm ihre Unterstützung entzogen. Auch Senatspräsident Ramon Puerta, der zunächst die Führung des Landes übernehmen sollte, trat zurück.

Vor dem Landsitz des Präsidenten in der Stadt Chapadmalal, in der ein Krisentreffen stattfinden sollte, kam es unterdessen erneut zu Protesten gegen den Kurs der Regierung. Auch am Wochenende waren mehrere tausend Menschen in Buenos Aires auf die Straßen gegangen und hatten unter anderem gegen die Einschränkung bei Barauszahlungen protestiert. Seit dem 1. Dezember dürfen Privatkunden nur noch 1000 Pesos (1134 Euro) von ihren Konten abheben. Die Regierung will so verhindern, dass es in Erwartung eines Zusammenbruchs der Staatsfinanzen zu einer massiven Kapitalflucht kommt.