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Greenpeace beklagt aggressiven Angriff der Wasserschutzpolizei

Protest gegen Import von Urwaldholz

Nach Angaben von Greenpeace überfuhr am vergangenen Montag in Wilhelmshaven ein Schlauchboot der Wasserschutzpolizei ein Schlauchboot der Umweltschutzorganisation. Glücklicherweise sei bei dem riskanten Manöver der Polizei niemand verletzt worden. In dem überfahrenen Boot befanden sich ein Greenpeace-Aktivist, ein Presse-Fotograf und ein Kameramann, die eine nach Greenpeace-Angaben durchweg friedliche Aktion gegen einen russischen Holzfrachter beobachteten. Greenpeace protestierte mit der Aktion gegen den Import von Urwaldholz aus Russland. Der Schutz der letzten Urwälder der Erde sei entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt und für die Stabilität des Klimas und des Wasserhaushalts.

Diese Schatzkammern gelte es zu bewahren. Alle zwei Sekunden werde Urwald in der Größe eines Fussballfeldes zerstört. "Wenn das so weiter geht, haben wir bald alle Urwälder zu Türen, Möbeln und Papier verarbeitet", so Greenpeace. Urwaldtiere wie der Braunbär gäbe es dann nur noch als Wappen oder Teddy.

Greenpeace sah sich nach der Aktion mit dem Vorwurf der Wasserschutzpolizei konfrontiert, die Aktion sei "von Anfang an unfriedlich" gewesen. "Die Aktivisten haben bei dem Protest in keinem Moment das Prinzip der Gewaltfreiheit verletzt. Dies belegen Video-Aufnahmen der Aktion", teilte die Organisation mit.

In hohem Maße unfriedlich sei hingegen das Verhalten der Wasserschutzpolizei gewesen. "Der Fahrer des Polizei-Schlauchbootes steuerte in einem risikoreichen Fahrmanöver auf ein Greenpeace-Schlauchboot zu, ueberfuhr es und landete auf dem Rücken eines Insassen", sagt Greenpeace. Das Greenpeace-Schlauchboot sei noch nicht einmal in die Aktion eingebunden gewesen, sondern als Presseboot im Einsatz.

Das aggressive und ruecksichtslose Verhalten der Wasserschutzpolizei gefährdete laut Greenpeace das Leben von Presse-Vertretern und Greenpeace-Aktivisten. Greenpeace prüft juristische Schritte gegen den Fahrer des Polizei-Bootes.

Am Montag habe die Wasserschutzpolizei noch fälschlicherweise behauptet, Greenpeace-Aktivisten hätten versucht, ein Schiff der Wasserschutzpolizei zu entern. Diese Aussage sei von der Polizei am Dienstag Morgen selbst gegenüber der Deutschen Presseagentur zurückgenommen worden. In Wahrheit hätten die Aktivisten vom Schlauchboot aus versucht, an Bord des russischen Holzfrachters zu gelangen, um die dortigen durchgefrorenen Aktivisten auszutauschen.

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