Militärgeheimdienst soll deutsche Soldaten im Ausland schützen

Interventionsarmee mit Abschirmdienst

Der Militärische Abschirmdienst (MAD), bisher offiziell nur in Deutschland zur Sicherung der Bundeswehr tätig, soll künftig auch jenseits der Grenzen spionieren dürfen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" zitiert am Sonntag vorab aus einem Gesetzentwurf der Bundesregierung, die deutschen Soldaten dürften bei Auslandseinsätzen "keinen geringeren Schutz erfahren als im Inland". Darum müsse an den jeweiligen Einsatzorten, ob im Kosovo oder in Afghanistan, der Militärgeheimdienst den Schutz vor Spionage oder terroristischen Anschlägen organisieren.

Mit dem neuen Gesetz legalisiert der Bund offenbar nur eine bereits gängige Praxis. Bislang seien MAD-Experten als normale Soldaten ins Ausland abkommandiert worden, schreibt "Focus".