Anwalt Witti reicht Klage in den USA ein

Lipobay

Der Münchener Anwalt Michael Witti hat wegen des Bayer-Medikaments Lipobay Klage in den USA eingereicht. Er wolle verhindern, dass US-Bürger hohe Ausgleichszahlungen erhielten, während Bürger anderer Staaten wenig oder gar nichts bekämen, sagte Witti. Deshalb beteilige er sich für seine knapp 2000 Mandanten an der im Dezember 2001 in den USA eingereichten Sammelklage gegen Bayer.

Bayer hatte das Cholesterin senkende Medikament Lipobay im August vergangenen Jahres weltweit vom Markt genommen, weil es in mehreren Fällen nach der Einnahme zu gesundheitlichen Problemen wie Muskelschwund, Nieren- und Leberschäden gekommen sein soll. Das Mittel wird zudem mit dem Tod von rund 50 Menschen in Verbindung gebracht. Bayer wird vorgeworfen, zu spät und zu wenig über die Risiken informiert zu haben.

Es darf keine Opfer erster, zweiter und dritten Klasse geben, sagte Witti. Die von ihm angestrebte Entschädigung werde für Bayer ganz signifikant teuer. Der Konzern habe einen unbezifferbaren Milliardenschaden angerichtet und könne sich Angesichts der Globalisierung nicht der weltweiten Verantwortung für seine Produkte entziehen.