Mit Antibiotika belastete Shrimps in Niedersachsen aufgetaucht

Ernährung

In Niedersachsen sind mit Antibiotika belastete Shrimps aufgetaucht. Rund 27 Tonnen der mit Chloramphenicol kontaminierten Garnelen hätten sich in einer Lieferung Fischabfälle befunden, sagte Landwirtschaftsminister Uwe Bartels. Die insgesamt 188 Tonnen schwere Ladung stammte aus den Niederlanden. Sie sei vermutlich bereits Mitte November vergangenen Jahres in Cuxhaven zu Fischmehl weiter verarbeitet worden. Bislang ist unklar, ob das belastete Fischmehl bereits an Schweine oder Geflügel verfüttert wurde.

Bartels Angaben zufolge wurden in der Cuxhavener Fabrik 170 Tonnen Fischmehl sichergestellt. Die Suche nach dem kontaminierten Fischmehl gehe weiter. Die Futtermittellieferungen der Fabrik in dem fraglichen Zeitraum würden überprüft. Sollte sich herausstellen, dass Teile bereits verfüttert wurden, müssten die betreffenden Tiere untersucht und gegebenenfalls getötet werden, sagte Bartels.

Die asiatischen Shrimps waren bei der Einfuhr nach Europa routinemäßig untersucht worden. Dabei wurde das seit 1994 europaweit für den Einsatz bei Nutztieren verbotene CAP festgestellt. Die Ladung sollte daraufhin vernichtet werden. Stattdessen gelangte die bereits verpackte Ware über eine Recyclingfirma im niederländischen Volendam zu einer Firma nach Ejmuiden. Von dort wurde die Ware als Fischabfall deklariert nach Deutschland gebracht. Bartels zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft in den Niederlanden bereits. In Deutschland bestehe dazu noch keine Veranlassung.