WEED veröffentlicht SAPRI-Ergebnisse

Armutsbekämpfung

Eine Hartnäckigkeit bei der Verschreibung von Strukturanpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern attestieren die Nichtregierungsorganisationen der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds. Die Politik dieser Institutionen führe zur Ausbreitung von Armut, Ungleichheit und Unsicherheit über die ganze Welt, so eine Untersuchung des WEED-Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung. Die mit diesen Maßnahmen verbundene Polarisierung schüre ihrerseits Spannungen zwischen verschiedenen sozialen Schichten, stärke extremistische Bewegungen und entziehe demokratischen politischen Systemen die Legitimität, heißt es weiter.

Es handelt sich um den Abschlussbericht der "Initiative für eine partizipatorische Überprüfung der Strukturanpassung", der nach fünfjährigen Recherchen vor Ort geschrieben wurde. Ursprünglich war die Initiative von Gruppen der Zivilgesellschaft und der Weltbank gemeinsam ins Leben gerufen worden. Sie untersuchte die Auswirkungen der Strukturanpassungsprogramme der Weltbank anhand von zehn typischen Länderbeispielen: Ecuador, El Salvador, Mexiko, Bangladesh, Philippinen, Ghana, Mali, Uganda, Zimbabwe und Ungarn.

Auf zahlreichen Länderforen, durch unabhängige nationale SAPRI-Teams, auf Distrikt-, Provinz- und Regionaltreffen trugen Vertreter zivilgesellschaftlicher Gruppen Material und Erkenntnisse zusammen, die in die zehn Fallstudien Eingang fanden. Nicht in allen Fällen konnte die angestrebte Durchführung unter Beteiligung der Weltbank, der nationalen Zivilgesellschaft und der jeweiligen Regierung realisiert werden. Vor allem die Weltbank ginge in dem Maße auf Distanz, dass grundlegende Veränderungen in ihrer Politik notwendig wären, würde sie SAPRI Ernst nehmen.