Globaler Aktionstag in Düsseldorf gegen die japanische Waljagd

Rettet die Wale

Im Rahmen des 2. "Globalen Wale-Aktionstages" protestiert Greenpeace am Mittwoch im Stadtzentrum Düsseldorfs gegen den japanischen Walfang. Auf sechs Monitoren werden die jüngsten Aktionsbilder gegen die japanische Walfangflotte in der Antarktis gezeigt, die von Bord des Greenpeace-Schiffes "Arctic Sunrise" gedreht wurden. Die Aktivisten haben zusätzlich eine aufblasbare Walattrappe in Originalgröße aufgebaut und laden Passanten ein, sich mit Unterschriftenlisten an den Protesten zu beteiligen. Die "Arctic Sunrise" patrouilliert im Südpolarmeer und war in den vergangenen Monaten mehrfach an Greenpeace-Aktionen gegen die japanische Walfangflotte beteiligt. "Die Bilder sollen den Menschen zeigen, wie es bei der Waljagd zugeht", sagt Greenpeace Meeres-Expertin Astrid Haas. "Vor den Augen der Weltöffentlichkeit werden jährlich hunderte von Walen abgeschlachtet. Die Japaner behaupten, aus wissenschaftlichen Gründen zu jagen. Das ist purer Zynismus. In Wahrheit wird das Fleisch der Wale an Feinschmecker-Restaurants verkauft."

14 Länder beteiligen sich am "Globalen Wale-Aktionstag". Den Auftakt bildet eine Aktion in Neuseeland. Dort haben Greenpeace-Aktivisten schwimmende Leinwände im Hafen von Auckland postiert, auf denen ebenfalls die Aufnahmen vom japanischen Walfang präsentiert werden. In Österreich überreichen Greepeace-Aktivisten der Außenministerin einen gigantischen Briefumschlag mit ihren Forderungen.

Die weltweiten Proteste warnen davor, dass Japan das internationale Walfangverbot außer Kraft setzen will. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt die japanische Regierung auch vor Bestechungen nicht zurück. Obwohl von japanischer Seite öffentlich zugegeben wurde, Entwicklungshilfezahlungen an das Abstimmungsverhalten in der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu koppeln, ist Neuseeland das einzige Land, das sich gegen diese Art der Bestechung öffentlich gewehrt hat. Nach Angaben des japanischen Walforschungsinstituts (Institute of Cetacean Research, ICR) haben bereits zehn Nationen 210 Millionen US-Dollar im Tausch gegen ihre Stimmen erhalten. Diese IWC-Mitgliedsstaaten werden sich bei der nächsten Tagung der IWC im Mai 2002 für eine Aufhebung des weltweiten Walfangverbotes aussprechen.