Umweltverbände warnen vor Abschwächung des Bundesnaturschutzgesetzes.

Naturschutz

Die großen deutschen Umweltverbände BUND, DNR, NABU und WWF haben Bund und Länder vor einer Abschwächung des neuen Bundesnaturschutzgesetzes gewarnt. Deutschland brauche dringend ein modernes Naturschutzrecht, das den Stillstand beim Naturschutz auflöse und die Sicherung der biologischen Vielfalt gewährleiste. Es wäre ein politisches Armutszeugnis, wenn das neue Gesetz jetzt scheitern würde. Einen Tag vor der Beratung der Gesetzesnovelle im Vermittlungsausschuss betonten die Umweltverbände, dass der vorliegende Entwurf nach über einjährigen Verhandlungen endlich einen ausgewogenen Kompromiss zwischen den beteiligten Interessengruppen darstelle.

Für BUND, DNR, NABU und WWF seien insbesondere die Formulierung klarer Vorgaben für die naturverträgliche Landnutzung sowie die Verbandsklage in ihrem bisher vorgesehenen Umfang unverzichtbare Standards, deren weitere Aufweichung keinesfalls akzeptiert werden dürfe. Angesichts einer täglichen Flächenversiegelung von 130 Hektar, der immer länger werdenden Roten Listen bedrohter Arten sowie der anhaltenden Glaubwürdigkeitskrise der Landwirtschaft seien Bund und insbesondere die Länder dringender denn je aufgefordert, ihrer Verantwortung für das nationale Naturerbe gerecht zu werden und den Naturschutz in Deutschland auf eine zukunftsfähige Grundlage zu stellen.