Allein Erziehende reichen Klage gegen Steuernachteile ein

Steuerhaushalt

Eine Gruppe von rund 100 allein Erziehenden hat beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen Steuernachteile eingereicht, die ihnen zum Jahreswechsel durch die Kürzung des Haushaltsfreibetrages entstanden sind.

Die Bundesvorsitzende des Verbandes allein erziehender Mütter und Väter, Edith Schwab sagte, die von der rot-grünen Regierung beschlossene stufenweise Abschaffung des Haushaltsfreibetrages bis 2005 verstoße gegen das Verfassungsprinzip der Gleichbehandlung. Denn bei einem gänzlichen Wegfall des Freibetrages würden Alleinerziehende steuerlich wie Ledige behandelt.

Eine Klägerin, Mutter eines fünfjährigen und eines 15-jährigen Sohnes, hat nach eigenen Worten durch die Reduzierung des Haushaltsfreibetrages eine steuerliche Mehrbelastung in diesem Jahr von rund 77 Euro im Monat. Allein die Betreuungskosten für eine Kindertagesstätte beliefen sich aber auf rund 128 Euro im Monat.