Höchststände am Rhein erwartet - Entwarnung an Ruhr und Saar

Hochwasser

Eine Hochwasserwelle lässt in vielen deutschen Regionen die Menschen furchtsam auf die großen Flüsse blicken. Besonders die Kommunen am Rhein machen sich wegen weiter steigender Pegelstände Sorgen. Bereits am Mittwoch waren tiefer gelegene Plätze im Kölner Stadtgebiet gesperrt. In Ufernähe wurden mobile Schutzwände errichtet und Sandsäcke verteilt.

Pegelhöchststände gab es ebenfalls in Oberfranken. Auch in Rheinland-Pfalz sollen die Wasserstände von Rhein, Mosel und Lahn weiter ansteigen. Wegen drohender Überschwemmungen der Elbe wurden in Dresden Straßensperrungen vorbereitet. Die Lage an Ruhr und Saar hat sich dagegen entspannt.

In Köln waren am Mittwoch 14 Hochwasserpumpwerke in Betrieb. Im Kanalnetz wurden zahlreiche Schieber geschlossen, um ein Hochsteigen der Wassermassen zu verhindern. Der Rhein wird bei weiter steigendem Pegel komplett für den Schiffsverkehr gesperrt. Am Mittwoch legte das Hochwasser zwischen Mainz und Köln um zwei bis drei Zentimeter pro Stunde zu. Voraussichtlich in der Nacht zu Donnerstag sollte der Rhein im Bonner Stadtteil Beuel über die Ufer treten. "Dramatische Wasserstände" waren aber nach Einschätzung der Stadt Bonn nicht zu erwarten.

Entlang der Mosel wurden zahlreiche Bundes-, Land- und Kreisstraßen gesperrt. In Zell rechnete die Verwaltung damit, dass im Laufe des Tages Hochwasser in das Stadtgebiet fließt. In Koblenz kam es zu ersten Sperrungen von Uferstraßen. In Bayern hatte die Itz bereits im Laufe des Mittwochs die höchste Meldestufe überschritten. Auch die Pegelstände der fränkischen Saale stiegen weiter an.

Entwarnung gab es hingegen an Saar und Ruhr: Hier gingen die Wasserstände wieder zurück. Für die kommenden Tage rechnen die Meteorologen zudem mit nachlassendem Regen und deshalb mit weiter sinkendem Pegel an der Ruhr. Auch in Baden-Württemberg besteht laut Hochwasser-Vorhersage-Zentrale keine extreme Hochwassergefahr. Am Neckar seien die Wasserpegel sogar tendenziell gefallen.