Präsenz in Afghanistan wird nicht eingeschränkt

Kriegsführung

Deutschland ist nach den Worten von Bundeskanzler Gerhard Schröder weiter bereit, eine verantwortungsvolle Rolle in Afghanistan zu übernehmen. Die Bundesrepublik wolle und werde ihre Präsenz vor Ort nicht einschränken, sagte Schröder nach einer Unterredung mit UN-Generalsekretär Kofi Annan. Derzeit werde über die Verlängerung des Mandats für die internationale Schutztruppe in Kabul geredet. Schröder äußerte Vorbehalte, das UN-Mandat geografisch auszuweiten. Es läuft am 20. Juni aus.

Schröder betonte, dass Deutschland nicht in der Lage sei, die Rolle als Führungsnation in Afghanistan zu übernehmen. Dazu seien die militärischen Kräfte zu sehr auf dem Balkan gebunden. Die Bundesrepublik leitet voraussichtlich bis Ende Juni die NATO-Mission "Amber Fox" in Mazedonien.

Indes bestätigte das Verteidigungsministerium, dass die Bundesrepublik eine Koordinierungsfunktion für die Multinationale Brigade in Kabul übernehmen werde.