Fast 4,3 Millionen Arbeitslose im Januar, PDS fordert Abhilfe

Arbeitslosenzahlen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar die Marke von vier Millionen übersprungen. Sie stieg auf 4,289 Millionen, wie der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Das waren rund 326 400 mehr als im Vormonat und 196 700 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber Dezember von 9,6 auf 10,4 Prozent.

In den alten Bundesländern zählten die Arbeitsämter den Angaben zufolge 2,791 Millionen Arbeitslose. Das waren 169 100 mehr als vor einem Jahr und 207 300 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg in Westdeutschland von 7,7 auf 8,3 Prozent. In den neuen Ländern waren im Dezember 1,498 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das waren 27 600 mehr als vor einem Jahr und 119 100 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg hier von 17,6 auf 19,1 Prozent.

Dazu erklärte erklärt Klaus Grehn, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der PDS-Bundestagsfraktion: „Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, rüstet zum Kampf. Er droht den Arbeitslosen mit Leistungsentzug, den jüngeren ganz besonders. Diese verfassungswidrigen Töne sind nicht neu, wenn auch erstmals so unverhohlen ausgesprochen. Nach der Devise "Haltet den Dieb" kein Wort über eigene Verantwortung, einen eigenen positiven Beitrag, eigene Schuld an der Schaffung des Heeres von Arbeitslosen. Das alles gekoppelt mit dem Generalangriff auf die Tarife ließ den vormaligen Hoffnungsträger "Bündnis für Arbeit" scheitern.“ Die PDS-Fraktion werde laut Grehn im Bundestag in den nächsten Tagen ein Arbeitsmarktpolitisches Sofortprogramm vorschlagen, dessen Umsetzung einen spürbaren Abbau der Arbeitslosigkeit zur Folge hätte.