Viereinhalb Jahre Haft für Manager

Bahn-Korruptionsprozess

Der Korruptionsprozess gegen den Leipziger Bahnmanager Hermann R. hat eine überraschende Wende genommen. Staatsanwaltschaft und Verteidigung einigten sich am Mittwoch auf eine viereinhalbjährige Haftstrafe für den 54-Jährigen. Darüber hinaus soll er 250 000 Euro zahlen. Das endgültige Urteil fällt das Landgericht Halle am Donnerstag.

Die Einigung war nach Angaben der Staatsanwaltschaft zustande gekommen, weil der Angeklagte gestanden hatte und auf diese Weise langwierige und aufwändige Ermittlungen in dem Bestechungsfall abgekürzt werden können.

Der ehemalige Manager des Bahn-Projektzentrums Leipzig ist wegen Bestechlichkeit und des Verrats von Geschäftsgeheimnissen angeklagt. Er soll einem Unternehmen Vorschläge gemacht haben, wie es seine Angebote für die Bahn besonders günstig gestalten könne. In sechs Fällen sei im Anschluss auch ein Vertrag zwischen dem Unternehmen und der Bahn zustande gekommen. R. soll für seine Informationen 200 000 Mark erhalten haben.