Staat hat Mitschuld an Job-Mangel für Schwerbehinderte

Sozialverband VdK

Der Sozialverband VdK gibt der öffentlichen Hand eine Mitschuld an den schlechten Jobchancen für Behinderte in Deutschland. Zwar stelle der Staat im großen Stil Fördermittel für die Eingliederung Schwerbehinderter in den Arbeitsmarkt zur Verfügung, sagte VdK-Bundesgeschäftsführer Ulrich Laschet in der Freitagausgabe der "Berliner Zeitung". Doch seien die Antragsverfahren bei den zuständigen Behörden viel zu kompliziert, langwierig und wenig berechenbar.

Nach Angaben der Zeitung beträgt die Arbeitslosenquote unter den Schwerbehinderten derzeit 15 Prozent, 5 Prozentpunkte mehr als die allgemeine Quote. Im Jahr 2000 waren im Staatsdienst lediglich 5,2 Prozent und in der Privatwirtschaft sogar nur 3,2 Prozent alle Beschäftigten schwerbehindert. Die gesetzliche Mindestquote lag aber bei sechs Prozent. Seit 2001 beträgt sie fünf Prozent.