Die aktuellen Mehrwegquoten

Hintergrund

Seit Jahren sinkt der Mehrweganteil bei den Getränkeverpackungen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sieht die gültige Verpackungsverordnung die Einführung eines Pflichtpfands auf Einwegverpackungen vor, sollte die vorgeschriebene Quote von 72 Prozent mehrmals unterschritten werden. Basis für die einzelnen Getränkearten sind Vergleichswerte von 1991. Seit 1997 wurde die gesetzlich festgeschriebene Gesamtquote von 72 Prozent nicht mehr erreicht. 1997 lag sie bei 71,33 Prozent, 1998 bei 70,13 und in den folgenden beiden Jahren bei 68,68 und 65,46 Prozent. In der zuletzt veröffentlichten Nacherhebung von Mai 2000 bis April 2001 lag die Quote bei 63,81 Prozent.

Aufgeschlüsselt nach Getränkearten sackte Mineralwasser von 91,33 Prozent 1991 zwischen 1997 und der letzten Nacherhebung kontinuierlich auf 78,46 Prozent ab, bei Bier fiel die Quote von der 1991er Basis mit 82,16 Prozent im gleichen Zeitraum auf 72,34 Prozent. Bei CO2-haltigen Erfrischungsgetränken wurde die Quote von 1991 von 73,72 Prozent erstmals im Jahr 2000 mit 68,45 Prozent unterschritten. Bei der Nacherhebung im Zeitraum Mai 2000 bis April 2001 lag der Rücklauf von Cola- und Fantaflaschen nur noch bei 64,76 Prozent.

Fruchtsäfte lagen von 1997 bis 1999 über dem Mehrweganteil von 1991 mit 34,56 Prozent. Wein rutschte nur geringfügig unter die Messlatte 1991 mit 28,63 Prozent. Da bei den Berechnungen zur Recyclingquote eine Fehlermarge einkalkuliert wird, entfällt auf sie noch kein Pflichtpfand.