Baukonzern Philipp Holzmann beantragt Insolvenz

Bauwirtschaft

Nach tagelangen ergebnislosen Verhandlungen mit den Gläubigerbanken hat der Baukonzern Philipp Holzmann Insolvenz beantragt. Das teilte das Unternehmen in Neu-Isenburg mit. Die beteiligten Kreditinstitute hatten sich zuvor nicht auf das von Holzmann-Großaktionär- und -gläubiger Deutsche Bank ausgearbeitete Sanierungskonzept einigen können. Über das Schicksal der rund 25 000 Holzmann-Beschäftigten, davon mehr als 11 000 in Deutschland, herrscht noch Unklarheit.

Dresdner Bank, Commerzbank und HypoVereinsbank hatten sich am Vortag gegen den Sanierungsplan ausgesprochen. Auch die jüngsten Zusagen der Deutschen Bank zur Bereitstellung neuer Barmittel brachten keinen Durchbruch bei den Verhandlungen. Das Institut ist mit 19,6 Prozent größter Anteilseigner und mit ausgereichten Krediten von rund 320 Millionen Euro auch größter Gläubiger bei Holzmann. Der Sanierungsplan sah eine Finanzspritze und einen rückwirkenden Forderungsverzicht von zusammen rund 200 Millionen Euro vor. Im Gegenzug sollten die Gläubigerbanken ein Zugriffsrecht auf die Holzmann-Tochter HSG Technischer Service GmbH erhalten.