30 000 Kurden für ihre Rechte auf der Straße

Newroz-Fest

Mehr als 30 000 Kurden sind am Wochenende in Düsseldorf aus Protest gegen die Unterdrückung ihrer Landsleute in verschiedenen Ländern auf die Straße gegangen. Bei zwei getrennten Aufmärschen forderten die Teilnehmer der Demonstration mehr Rechte für die in der Türkei, im Irak und im Iran lebenden Kurden. Anlass der Aufmärsche mit anschließender Kundgebung war das traditionelle Neujahrsfest Newroz, zu dem Kurden aus ganz Europa in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt angereist waren.

Zu der Kundgebung unter dem Motto "Newroz - Fest des Friedens, der Freiheit und der Völkerverständigung" hatte eine Föderation kurdischer Vereine aufgerufen. Die Polizei lobte den friedlichen und störungsfreien Verlauf der Veranstaltung und die Zusammenarbeit mit den Organisatoren.

Die Kundgebung zum kurdischen Nationalfeiertag hatte Volksfestcharakter. Mit Bussen und Zügen waren Kurden aus dem ganzen Bundesgebiet, aus den Benelux-Ländern, Frankreich und der Schweiz nach Düsseldorf angereist. Nur vereinzelt wurden Transparente mit Symbolen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und dem in der Türkei inhaftierten PKK-Führer Abdullah Öcalan gezeigt. Polizei und kurdische Ordnungskräfte sorgten dafür, dass die Banner wieder eingerollt wurden.

Die Polizei leitete wegen des Zeigens von PKK-Symbolen vier Strafverfahren ein, deutlich weniger als bei einer ähnlichen Kundgebung vor zwei Jahren. Ein Sprecher führte dies "auf die gute Kooperation mit dem Veranstalter" zurück.