Drei dänische und zwei deutsche Soldaten bei Unfall in Kabul getötet

Bundeswehr in Afghanistan

Fünf Soldaten der internationalen Schutztruppe sind am Mittwoch bei einem Unfall in der afghanischen Hauptstadt Kabul ums Leben gekommen. Wie der Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, in Berlin bestätigte, handelt es sich bei den Todesopfern um zwei deutsche und drei dänische Soldaten. Darüber hinaus wurden sieben Soldaten verletzt, davon drei schwer. Das Unglück ereignete sich laut Kujat beim Entschärfen gefundener Raketenmunition in der Nähe des deutschen Lagers. Dabei sei die Detonation aus bisher ungeklärter Ursache vorzeitig geschehen.

Bei der Fundmunition handelte es sich um zwei aus russischer Produktion stammende Boden-Luft-Raketen vom Typ SA 3 GOA. Ob nur eine oder beide Raketen detoniert seien, konnte bisher nicht ermittelt werden. Der Sprengkopf einer Rakete dieses Typs wiegt 60 kg. Kujat sprach von einem "sehr tragischen Unfall". Es habe Soldaten getroffen, die ständig mit diesem Risiko konfrontiert gewesen seien. Die Verletzten seien unverzüglich versorgt worden. Notfalls könnten sie schnell zur ärztlichen Behandlung nach Deutschland ausgeflogen werden. Weitere Angaben über Alter und Identität der Opfer machte Kujat nicht.