Trittin stimmt Verkleinerung von Schacht Konrad zu

Atommüll-Endlager

Einem Atommüll-Endlager im Schacht Konrad in Salzgitter steht aus Sicht des Bundesumweltministeriums nichts mehr im Wege. Das Ministerium hat keine Einwände gegen den niedersächsischen Planfeststellungsbeschluss. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) befürwortet die geplante Verkleinerung des in Salzgitter gelegenen Lagers um mehr als die Hälfte. "Mit dieser Begrenzung auf den nationalen Bedarf wird auch allen Ansinnen nach Einlagerung ausländischen Atommülls ein weiterer Riegel vorgeschoben", sagte Trittin am Freitag in Berlin.

Ursprünglich war vorgesehen, im Schacht Konrad etwa 650 000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiven Atommüll zu deponieren. Nach Prognosen des Bundesamtes für Strahlenschutz wurde das erwartete Müllvolumen auf rund 300 000 Kubikmeter abgesenkt.

Niedersachsens Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) wird den Entwurf eines Planfeststellungsbeschlusses wahrscheinlich bereits Ende April dem Kabinett vorlegen. Nach Beratung im niedersächsischen Landtag wird noch im Sommer diesen Jahres mit einer Genehmigung des Endlagers gerechnet.