Bestandsaufnahme zeigt: Es geht dem Planeten schlechter als vor zehn Jahren

Internationaler Tag der Erde

Am 22. April begehen Umweltaktivisten alljährlich einen Tag der Erde. Aus deisem Anlass stellen sie fest, dass die ökologischen und sozialen Daten seit der Konferenz für Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro 1992 unverändert dramatisch sind. Nach wie vor sterben bis zu 50 Tier- und Pflanzenarten pro Tag aus. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller, beklagt, dass seit der Vorlage des Kyoto-Protokolls die klimaschädlichen CO2-Emissionen um rund 400 Millionen Tonnen gestiegen sind.

An diesem internationalen Tag, den viele Umweltgruppen zu Aktionen und Informationen nutzen soll auf zentrale Problem hingewiesen werden. Das sind zum Beispiel die Knappheit von sauberem Trinkwasser, die fortschreitende Wüstenbildung,

die Überbevölkerung und die wachsenden sozialen Ungerechtigkeiten zwischen der sogenannten ersten und dritten Welt.

Nach Ansicht von Müller ruhen die Hoffnungen und Erwartungen für die Lösung der Probleme zuerst auf Europa. „Unser Kontinent kann mit einer Politik der nachhaltigen Entwicklung die wichtigste Antwort auf die Herausforderung der Globalisierung geben.“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Bei der Nachfolgekonferenz von Rio für eine nachhaltige Entwicklung im August 2002 in Johannesburg werde die Bundesrepublik eine Führungsrolle einnehmen, versprach der Politiker.