"Öko-Test" warnt vor verseuchten Erdbeeren

Hohe Pestizid-Belastungen

Die Zeitschrift "Öko-Test" warnt vor pestizidverseuchten Erdbeeren. In allen elf getesteten Proben aus Berliner Geschäften fanden die Prüfer Rückstande von Spritzmitteln. In fünf Fällen wurde sogar der gesetzliche Grenzwert überschritten, wie das Magazin am Montag in Frankfurt am Main mitteilte. Die gefundenen Gifte könnten Krebs auslösen, den Hormonhaushalt stören oder das Erbgut schädigen.

Die untersuchten Erdbeeren stammen aus Spanien, Marokko und Ägypten. Sie werden dort nach Angaben des Öko-Test-Ratgebers "Essen, Trinken & Genießen" in riesigen Monokulturen angebaut, die äußerst empfindlich gegen Schädlingsbefall sind. Deshalb werde dort viel Gift gespritzt.

Die Tester raten dazu, Erdbeeren erst ab Mai zu kaufen und dann vor allem heimische Ware zu nehmen. Ein hoher Preis sei keine Garantie für hohe Qualität. Eine der teuersten Proben habe den Spritzmittel-Grenzwert überschritten.