Konvoi bringt 1.500 Nahrungspakete nach Jenin

Diakonie-Katastrophenhilfe

Nach erfolgreichen Hilfsgütertransporten nach Ramallah und Nablus in den palästinensischen Gebieten, wurde vor wenigen Tagen ein weiterer zu der schwer zerstörten Stadt Jenin in der Westbank gestartet. In Jenin sind seit Anfang April durch die militärische Offensive der israelischen Streitkräfte zahlreiche Menschen getötet worden und maßlose Zerstörungen angerichtet worden; rund 6.000 Menschen wurden obdachlos. Für die zivilen Opfer brachte der Hilfskonvoi unter anderem 1.500 Nahrungspakete, Decken, Medikamente, Babyausstattung und Schulmaterial.

Als die Fahrzeugkaravane nach einer 15-stündigen Odyssee von Jerusalem an ihrem Ziel in Jenin ankam, fanden die Helfer ein Bild, wie es der ACT-Sprecher Jonathan Frerichs beschreibt: „Menschen versammeln sich auf Trümmern, die einst ihr Heim waren. Einzelne suchen sich ihren Weg durch zerbrochenen Beton, um nach ihren Habseligkeiten zu stöbern. Umringt wird diese Verwüstung von Familien, die aus ihren Wohnzimmern starren, durch Wände die von militärischen Bulldozern zerrissen wurden. Eine alte Frau sitzt auf den Trümmern ihres Hauses und weint.“

Mit knapp 400.000 US-Dollar unterstützt die Diakonie-Katastrophenhilfe diese und ähnliche Hilfsmaßnahmen in der Krisenregion. Partner vor Ort sind dabei das Jerusalem-Büro des Kirchenrates von Nah-Ost, das Auguste Viktoria Hospital und der Lutherische Weltbund.