Regierungskoalition will diese Woche Finanzierung sichern

Mutter-Kind-Kuren

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Regina Schmidt-Zadel, kündigte für diese Woche einen Gesetzentwurf an, der sowohl die wirtschaftliche Grundlage der Mutter-Kind-Kuren als auch ihre Qualität sicher stellen soll. Nach dem geltenden Recht können die Krankenkassen in ihrer Satzung festlegen, ob sie die Kosten der Vorsorge- und Rehabilitationsmassnahmen für Mütter in Einrichtungen des Müttergenesungswerkes und gleichartiger Einrichtungen vollständig übernehmen oder nur einen Zuschuss zu Mutter-Kind-Kuren zahlen.

In letzter Zeit haben einige Kassen die bisher durchweg übliche Vollfinanzierung der Mutter-Kind-Kuren durch Zuschussregelungen ersetzt. Allein erziehende oder kinderreiche Mütter können sich eine Mutter-Kind-Kur häufig nicht leisten, wenn die Krankenkasse nur einen Zuschuss zahlt. Gerade diese Frauen haben eine solche Vorsorge- und Rehabilitationsmassnahme aber besonders nötig.

Die SPD-Fraktion will ausserdem die finanzielle Basis der Mutter-Kind-Kuren mit unserem Vorstoss sichern, damit Frauen auch in Zukunft diese bewährten speziellen Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen in Anspruch nehmen können. Die Mehrkosten belaufen sich auf etwa fünf Millionen Euro im Jahr. Die Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit der betroffenen Mütter seien diesen Betrag allemal wert.