UNEP: Ein Viertel der Säugetiere vom Aussterben bedroht

Zerstörung der Lebensräume durch den Menschen ist schuld

Mit schlimmen Zahlen wartet die UNO Umweltorganisation UNEP auf. Nach einem neuen Bericht ist knapp ein Viertel aller Säugetiere massiv vom Aussterben bedroht. Innerhalb der kommenden 30 Jahren werden diese Tiere vom Globus verschwunden sein, befürchtet die UNEP. Die Zerstörung der Habitate und globale Umweltverschmutzung setzen den Tieren extrem zu.

Der Verlust der Biodiversität wird durch die Zerstörung der Lebensräume der Tiere und durch die Bioinvasion fremder Spezies noch gesteigert, berichtet BBC-online. Hinzu kommen veränderte Lebensbedingungen durch globale Erwärmung. Nach Schätzungen der UNEP sind mehr als 11.000 Tier- und mehr als 5.000 Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Allein über 1.000 Säugetiere befinden sich auf der "roten Liste", jeder achte Vogel ist bedroht.

Unter den bedrohten Tieren befinden sich Spezies wie der sibirische Tiger, das schwarze Nashorn aber auch Tiere, die weniger bekannt sind wie der philippinische Adler und der asiatische Amur-Leopard. Der UN-Report stützt sich auf Aufzeichnungen der vergangenen 30 Jahre. Nach Berichten soll die Zerstörung des Lebensraumes in diesem Zeitraum mit gleichbleibender Intensität fortgeschritten sein. Insbesondere die Ausbreitung der menschlichen Siedlungen in Regenwälder, Feuchtbiotope und andere Wildnis-Gebiete sowie die Folgen von Industrialisierung haben dramatische Auswirkungen auf das Leben der Tiere und Pflanzen. Nach Ansicht der UNEP hätten einige der Probleme einfach gelöst werden können, wenn die Regierungen Verträge und Konventionen des Umweltgipfel in Rio de Janeiro 1992 umgesetzt worden wären.