Lagerhalle in Malchin weiterhin Hauptquelle

Nitrofen-Skandal

Am 9. Juni 2002 haben sich die Agrarstaatssekretäre von Bund und Ländern getroffen. Sie informierten sich über den gegenwärtigen Stand der Ermittlungen im Nitrofen-Skandal informieren und erstellten einen Bericht für die EU-Kommission. Damit soll die EU-Kommission umfassend über die Ermittlungen und die eingeleiteten Maßnahmen informiert werden. So wollen Bund und Länder eventuelle Maßnahmen der EU-Kommission gegen deutsche Bioprodukte abwenden.

Nach der Sitzung erklärte Staatssekretär des Bundesverbraucherschutzministerium Alexander Müller: "Das wichtigste Ergebnis heute war, dass wir Entwarnung aus Niedersachsen bekommen haben." Die Putenwürstchen, die zuletzt als bedenklich galten,enthielten kein Nitrofen "und von daher können wir auch davon ausgehen, dass es keine zweite Quelle für Nitrofen-Belastung in Deutschland gibt. Es konzentriert sich alles auf die Halle in Malchin und auf das Futtermittelwerk GS Agri" führte Müller weiter aus.

Bereits einen Tag zuvor hatte der Staatssekretär informiert, es gebe seit dem 6. Juni Belege dafür, dass schon am 31. Juni letzten Jahres eine Lieferung von Gerste aus Malchin an die Firma Agri gegangen sei. Von daher habe es bereits früher als bisher angenommen, einen möglichen Eintrag von Nitrofen belasteten Getreide in den Futtermittelkreislauf gegeben.