Bundestag stimmt neuem Waffenrecht zu

Konsequenzen aus Erfurt

Der Bundestag hat grünes Licht für eine weitere Verschärfung des Waffenrechts in Deutschland gegeben. Das Parlament billigte am Freitag bei Enthaltung der FDP eine entsprechende Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses. Unter dem Eindruck des Amoklaufs am Erfurter Gutenberg-Gymnasium wird damit das vom Bundestag im April schon beschlossene Gesetz noch einmal strenger gefasst.

Danach werden so genannte Pump-Guns verboten und die Altersgrenze für den Waffenerwerb angehoben. Für Sportschützen werde das Alter von 18 auf 21 Jahre und für Jäger von 16 auf 18 Jahre nach oben gesetzt.

Wer jünger als 25 Jahre ist, müsse für die erstmalige Erteilung einer Schusswaffenerlaubnis ein ärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis über die "geistige Eignung" vorlegen. Rückgängig gemacht werde die bislang geplante Absenkung des Mindestalters auf 10 Jahren für das Schießen in Vereinen. Stattdessen sollen Kinder auch künftig erst ab 12 Jahren Zugang zum Schießsport erhalten. Der Bundesrat wird sich mit der Neuregelung am Freitag nächster Woche befassen.