Einsatz wird verlängert, das Kontingent jedoch reduziert

Bundeswehr in Mazedonien

Der seit September 2001 laufende Bundeswehreinsatz in Mazedonien wird bis Oktober verlängert. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Bundestag am Freitag mit großer Mehrheit in Berlin. In namentlicher Abstimmung votierten 517 von 556 Abgeordneten für den Antrag der Regierung. 34 Parlamentarier lehnte ihn ab, 5 enthielten sich.

Der Einsatz in dem Balkanland war bereits zwei Mal um jeweils drei Monate verlängert worden.

In Mazedonien, wo gegenwärtig 500 Bundeswehrsoldaten im Einsatz sind, wäre das Mandat zum 26. Juni ausgelaufen. Um die für den 15. September vorgesehenen Parlamentswahlen bis abzusichern, sollen die Soldaten nun bis zum 26. Oktober bleiben. Jedoch werde Deutschland, das seit Dezember die NATO-Operation Fox anführt, zum 27. Juni das Kommando an die Niederlande abgeben. Gleichzeitig werde das deutsche Kontingent auf 200 Soldaten reduziert. Im Mittelpunkt des neuen Mandats stehe die Absicherung der rund 750 internationalen Kurzzeitbeobachter, darunter zehn Prozent aus Deutschland.