Jugendforscher hält das Massaker für jederzeit wiederholbar

Apelle an Politik und Eltern

Der Bielefelder Jugendforscher Klaus Hurrelmann hält ein Massaker wie am Erfurter Gutenberg-Gymnasium für wiederholbar. Eine Rolle spielten dabei auch Gewalt verherrlichende Computerspiele. Eltern sollten sich auch gegen Widerstand ansehen, was ihre Kinder tun. An die Politik appellierte Hurrelmann, auch mit neuen Verboten zu reagieren.

Diese steigerten zwar den Reiz, seien jedoch auch ein kulturelles und gesellschaftliches Signal.

Hurrelmann hält Computerspiele wie "Counterstrike" für weitaus gefährlicher als Gewaltvideos. Mit Gewalt in Computerspielen werde eine neue Qualitätsstufe erreicht, weil die Ich-Perspektive den Spieler zum Akteur mache und ihm gestatte, der Mörder zu sein, sagte Hurrelmann. Bereits beim Fernsehen und bei Videos könnte der Konsum von Gewaltdarstellungen vorhandene aggressive Tendenzen verstärken. Das Gefährliche sei, dass die Maßstäbe für die reale Welt und die mediale Welt miteinander verschwämmen.