Union und SPD liegen wieder dichter zusammen

Neueste Ergebnisse der Wählerumfragen

Laut dem ZDF-Politbarometer wird der Abstand zwischen Union und SPD in der Wählergunst knapper. Zugleich können sich die Liberalen nach der Klärung ihres innerparteilichen Streits um Parteivize Jürgen Möllemann wieder verbessern, ergaben zwei neue Umfragen, die am Freitag veröffentlicht wurden. Die SPD bliebe demnach bei 35 Prozent, während die Union von 40 auf 39 Prozent verlor.

In der jüngsten Emnid-Umfrage für den Nachrichtensender n-tv verbesserte sich die SPD von 33 auf 35 Prozent. Die Union gewinnt hier einen Prozentpunkt auf 38 Prozent. Die FDP konnte in beiden Umfragen um jeweils einen Prozentpunkt auf 10 beziehungsweise 11 Prozent zulegen. Unklar ist das Meinungsbild bei den Grünen. Dem Politbarometer zufolge gewinnen sie von 6 auf 7 Prozent, bei Emnid verloren sie dagegen von 7 auf 6 Prozent. Die PDS wird bei jeweils 5 gesehen.

In der politischen Stimmung, die Wählerbindungen und taktische Überlegungen ausblendet, blieb die SPD im Politbarometer allerdings auf dem niedrigen Stand von 33 Prozent. Die Union büßte hier leicht auf 40 Prozent ein. Die FDP verbesserte sich von 11 auf 12 Prozent. Die Grünen verharrten bei 8 Prozent. Die PDS lag bei 5 Prozent.

Dem ZDF-Politbarometer zufolge baut Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in der Kanzlerpräferenz seinen Vorsprung gegenüber Unions-Herausforderer Edmund Stoiber (CSU) aus. 52 Prozent würden derzeit den Kanzler bei einer Direktwahl wählen, 38 Prozent würden Stoiber den Vorzug geben. Schröder gewann damit einen Prozentpunkt, der CSU-Chef verlor im gleichen Maße.

Auf der Liste nach den zehn wichtigsten Politikern blieb die Reihenfolge konstant. Hier führt Außenminister Joschka Fischer (Grüne) die Hitliste vor Schröder und CDU-Chefin Angela Merkel an. Es folgen Innenminister Otto Schily und Finanzminister Hans Eichel (beide SPD) sowie Stoiber, Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) und FDP-Chef Guido Westerwelle.

Für das ZDF-Politbarometer wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen 1018 Bürger vom 10. bis 13. Juni befragt. Emnid befragte 703 Wähler.