Futtermittelhersteller GS agri darf weiter produzieren

Nitrofen-Skandal

Der niedersächsische Futtermittelhersteller GS agri darf nach dem Nitrofen-Skandal unter strengen Auflagen weiter produzieren. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) habe mit dem Unternehmen eine entsprechende Vereinbarung getroffen, sagte Landwirtschaftsminister Uwe Bartels (SPD) am Freitag in Hannover. Die endgültige Schließung des Betriebes werde vorerst nicht weiter verfolgt. Laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg blieben von dieser Übereinkunft allerdings unberührt.

Das Landwirtschaftsministerium wollte nach dem Bekanntwerden des Nitrofen-Skandals dem Futtermittelhersteller aus dem Kreis Cloppenburg die Betriebsgenehmigung entziehen lassen. Dazu hätte die Behörde dem Unternehmen nachweisen müssen, dass es vorsätzlich kontaminiertes Öko-Tierfutter verkauft hat. Weil sich dieser Beweis nach derzeitigem Kenntnisstand nicht erbringen lasse und weil sich entsprechende Gerichtsverfahren über Jahre hinziehen könnten, habe man sich zu der Übereinkunft mit GS agri entschlossen, sagte Bartels. Er sprach von einer Entscheidung im Sinne des Verbraucherschutzes und betonte, dass die vereinbarten Kontrollen strenger als der derzeitige gesetzliche Standard seien.