Sicherheitsvorkehrungen der Deutschen Bahn

Simulatoren und Zwangsbremsungen

Der erste Fahrsimulator der Deutschen Bahn AG (DB) wurde 1996 in Fulda aufgestellt. Inzwischen stehen insgesamt 14 dieser Geräte in 10 Ausbildungszentren in Magdeburg, Hamburg, Berlin, Halle, Leipzig, München, Nürnberg, Fulda, Mainz, Saarbrücken und Hagen. Von den je rund 2,5 Millionen Euro teuren Geräten sollen demnächst 4 neue angeschafft werden, um die Ausbildungskapazität zu erhöhen.

Zur Zeit wird die Mehrzahl der Lokführer noch im normalen Fahrbetrieb ausgebildet. Bevor ein Lokführer alleine auf die Schienen darf, muss er die jeweilige Strecke drei mal nachts und drei mal tagsüber bei Kollegen mitgefahren sein. Dabei gilt das gleiche wie für Lkw-Fahrer: Nach viereinhalb Stunden muss eine Pause eingelegt werden.

Auch in den Zügen selbst setzt die Deutsche Bahn auf High-Tech-Ausrüstung, um Unfällen vorzubeugen. So müssen Lokführer bei bestimmten Signalen und bei Geschwindigkeitsbeschränkungen eine so genannte Wahrnehmungstaste betätigen, um anzuzeigen, dass sie das Signal gesehen haben. Falls dann innerhalb kurzer Zeit nicht die gewünschte Reaktion erfolgt, leitet ein im Zug eingebauter Computer automatisch die Zwangsbremsung ein. Daneben muss der Fahrer alle 30 Sekunden mit dem Fuß ein Pedal drücken, um zu signalisieren, dass er noch wach und fahrbereit ist. Andernfalls wird auch hier sofort gebremst.

Alle Daten werden in einem elektronischen Fahrtenbuch gesichert und an die Auswertungszentrale nach Nürnberg geschickt. Dort wird die Fahrt auf mögliche Fehler überprüft.