Tarifeinigung im Bereich Textile Dienste

Annäherung an Westniveau

Für die 70.000 Beschäftigten der Branche Textile Dienste haben sich die Tarifparteien am Freitag in Göttingen auf einen Abschluss geeinigt. Danach werden die Entgelte nach Angaben der IG Metall in den alten Bundesländern ab 1. August dieses Jahres um 3,8 Prozent und ab 1. Oktober 2003 um 3,0 Prozent erhöht. In den neuen Bundesländern steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen ab 1. August um 4,5 Prozent, ab 1. April kommenden Jahres dann um 3,0 Prozent und ab 1. Oktober 2003 um weitere 2,7 Prozent.

Hinzu kommen noch bundesweit gezahlte Leistungen zur Altersversorgung sowie vermögenswirksame Leistungen für das Tarifgebiet Ost. Der in der dritten Verhandlungsrunde erzielte Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten und gilt bis zum 31. Mai 2004.

IG-Metall-Verhandlungsführer Peter Donath hob hervor, dass damit bei der Angleichung der Löhne und Gehälter in den neuen Bundesländern an das Westniveau ein wesentlicher Schritt vollzogen wurde. Die ostdeutschen Branchenbeschäftigten erhielten zudem ab 1. Juli 2003 auch vermögenswirksame Leistungen von monatlich 13,30 Euro. Bei der Altersvorsorge bekämen die Beschäftigten bis 2008 jährlich 170 Euro als Arbeitgeberanteil zur betrieblichen Altersvorsorge.