Regierung erhöht Fangquote auf 310.000 Robben

Robbenjagd in Kanada

Rund 310.000 Sattelrobben mussten bei der kommerziellen kanadischen Robbenjagd dieses Jahres ihr Leben lassen. Dies berichtet der Internationale Tierschutz-Fonds. So viele wie zuletzt vor Jahrzehnten: im Jahr 1967. Obwohl die Quote bereits Ende April überschritten war, war die Jagdsaison 2002 verlängert und erst am vergangenen Wochenende beendet worden.

Mit Billigung der Regierung habe der zuständige Fischereiminister bei der Robbenjagd 2002 die vorher getroffenen offiziellen Beschlüsse außer Kraft gesetzt. Stattdessen signalisiere Fischereiminister Robert Thibault dem Parlament und den Medien, dass er die Fangquote für nächstes Jahr weiter heraufsetzen werde.

Dabei lag diese Quote bereits weit über der Zahl, die der Bestand nach einer Hochrechnung von Wissenschaftlern des Fischereiministeriums verkraften könne.

Weiterhin belegen Videoaufnahmen des IFAW und Befunde einer Gruppe internationaler, unabhängiger Veterinäre, dass 42 Prozent der Robben nicht einmal tot waren, als sie gehäutet wurden.

Immer noch weitgehend im Dunkeln bleibt, was mit Robbenfellen und Fett geschieht. Angeblich besteht eine große Nachfrage nach Robbenprodukten.