Die Bundeswehr in der Kosovo-Friedenstruppe KFOR

Kosovo-Friedenstruppe KFOR

Am 10. Juni 1999 legte der UNO-Sicherheitsrat mit der Resolution 1244 die völkerrechtliche Grundlage für die militärische Absicherung einer Friedensregelung im Kosovo. Bereits einen Tag später stimmten Bundesregierung und Bundestag der Beteiligung von bis zu 8500 deutschen Soldaten an der internationalen Kosovo-Friedenstruppe (KFOR) zu. Vorausgegangen waren NATO-Luftangriffe gegen Jugoslawien auch unter deutscher Beteiligung, um ein Ende der Vertreibung der Albaner aus dem Kosovo durch die Regierung in Belgrad zu erreichen.

Am 12. Juni 1999 marschierten die ersten Einheiten der internationalen Sicherheitstruppe Kosovo Force (KFOR) in das Kosovo ein. Bereits nach einer Woche betrug die Truppenstärke 20 000 Mann. Gegenwärtig beteiligen sich 38 Staaten mit insgesamt 37 000 Mann an der Operation. Deutschland stellt dabei mit gegenwärtig 4650 Soldaten das viertgrößte Einsatzkontingent und ist verantwortlich für einen eigenen Sektor mit NATO- und Nicht-NATO-Truppen. In der unter deutschen Führung stehenden Multinationalen Brigade Süd versehen auch Soldaten aus Aserbaidschan, Bulgarien, Georgien, Österreich, Schweiz, Slowakei und der Türkei ihren Dienst.