Zahl der Asylbewerber weiter rückläufig

Asylpolitik

Die Zahl der in Deutschland Asyl Suchenden nimmt weiter ab. Im Mai stellten noch 5346 Menschen einen Asylantrag in der Bundesrepublik, wie Innenminister Otto Schily (SPD) am Freitag in Berlin mitteilte. Das waren 11,2 Prozent weniger als im April. Gegenüber Mai 2001 betrug der Rückgang bei den Asylbewerberzahlen sogar 23 Prozent. Die meisten Antragsteller kamen im Mai aus der Türkei, dem Irak, Jugoslawien, Russland und Afghanistan.

Verglichen mit den ersten fünf Monaten des vergangenen Jahres sanken die Asylbewerberzahlen in 2002 um 10,5 Prozent. Im Mai 2002 entschied das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge über 11 864 Anträge. Als asylberechtigt wurden 204 Personen anerkannt. Das entspricht einer Quote von 1,7 Prozent. Schily erwartet, dass die Asylbewerberzahlen bei einem Inkrafttreten des umstrittenen Zuwanderungsgesetzes weiter "spürbar sinken" würden. Die Gegner des Gesetzes verhinderten mit ihrem Nein eine Begrenzung des Zuzugs von Asylbewerbern, sagte Schily weiter.