Müller hofft auf 2003

Rückgang der Arbeitslosigkeit

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) rechnet im kommenden Jahr mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. "Die Arbeitslosigkeit wird im kommenden Jahr spürbar zurückgehen, weil die Konjunktur wieder in Fahrt kommt und die Unternehmen verstärkt einstellen werden", sagte Müller der Tageszeitung "Die Welt" vom Montag. Im Sommer 2003 werde die Erwerbslosigkeit auf 3,5 Millionen sinken, "eher weniger". Zugleich zeigte sich Müller zuversichtlich, bis 2010 Vollbeschäftigung zu erreichen. "Dafür sprechen schon demographische Gründe, die Zahl der Arbeitskräfte wird abnehmen", sagte Müller.

Optimistisch äußerte sich Müller zu den Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft. "Die Konjunktur wird im zweiten Halbjahr deutlich anziehen", sagte Müller der Zeitung. Für das laufende Jahr rechne er wegen der positiven Exportentwicklung mit einem Wirtschaftswachstum von mehr als 1,0 Prozent, für 2003 mit bis 3,0 Prozent. Zur Begründung sagte der Bundeswirtschaftsminister, die Stimmungsdaten und die Stimmungsbarometer zeigten in Richtung Aufschwung. Offiziell rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 0,75 und im kommenden Jahr mit 2,5 bis 3,0 Prozent.

Der derzeitige Euro-Kurs sei kein Grund zur Besorgnis, sagte Müller. Die Export-Entwicklung werde von der Euro-Aufwertung nicht beeinflusst. Er halte es für möglich, dass die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar weiter zulege. "Jeder Kurs ist vorstellbar", sagte Müller dem Blatt. Das liege daran, dass die Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung der US-Wirtschaft "etwas überschätzt" werde.