Freies Betriebssystem Linux ist doch billiger

Microsoft gibt zu

Nach einem Bericht des US-Dienstes VARBusiness hat Microsoft-Chef Steve Ballmer eine neue Position seines Konzerns gegenüber Linux definiert. Demnach gibt das Softwareunternehmen seinen Standpunkt auf, dass Microsoft die billigste Lösung bietet und will sich mehr auf den Wert seiner Produkte konzentrieren. "Bis jetzt war unsere Position, dass wir der billigste Anbieter sind", erklärte Ballmer auf der Fusion-Partnerkonferenz in Los Angeles. "Wir haben jetzt in Linux einen einzigartigen Konkurrenen. Wir können nicht billiger anbieten als Linux. Für uns als Unternehmen bedeutet das eine völlig neue Welt." Microsoft steht sowohl wegen der Ausnutzung seines Quasi-Monopols, als auch wegen der vielen Sicherheitslöcher in seiner Software unter massivem Beschuss.

In einem neuen Ansatz solle "der Mehrwert der integrierten Produkte" von Microsoft in den Vordergrund gestellt werden. Zurzeit liege der Schwerpunkt von Microsofts Marketing-Strategie vor allem darauf, den Benutzern das volle Potenzial ihrer PCs mit entsprechenden Services, Produkten und Technologien zu erschließen.

Gegen Microsoft laufen wegen der Ausnutzung seines Quasi-Monopols mehrere juristische Verfahren. Immer mehr Firmen und Behörden, darunter auch der Deutsche Bundestag, wollen sich nicht mehr dem Diktat der Produktpolitik aus Redmond unterwerfen und steigen auf freie Software wie Linux oder OpenOffice um. Regelmäßig in der Kritik ist auch die mangelnde Sicherheit von Microsoft-Produkten. Selbst gefährliche bekannte Fehler werden teils monatelang nicht behoben, während bei freier Software in der Regel bereits wenige Stunden nach dem Bekanntwerden des Sicherheitslochs ein Update verfügbar ist.