Skandal um hormonverseuchte Futtermittel weitet sich aus

Agrarwirtschaft

Der Skandal um hormonverseuchte Futtermittel weitet sich immer mehr aus. Auf Grund von positiven Proben des verbotenen Hormons MPA bei zwei Futtermittelproduzenten wurden nach Angaben der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn 1861 landwirtschaftliche Betriebe in NRW, Rheinland-Pfalz, Belgien, in den Niederlanden sowie in Luxemburg gesperrt. Mit 1544 betroffenen Betrieben liege der größte Teil in NRW, gefolgt von 291 in Rheinland-Pfalz, 18 in Belgien, drei in den Niederlanden und fünf in Luxemburg. Die Sperrungen in NRW träfen zu 60 Prozent Rinderhalter und zu 30 Prozent Schweinemastbetriebe, sagte Höhn.

Das Staatliche Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hatte in acht Proben von Melasse das verbotene Hormon gefunden. Dabei wurde eine Konzentration zwischen 0,015 und 0,2 Milligramm pro Kilogramm nachgewiesen. Die rund 400 Tonnen Melasse waren in den Monaten Juni und Anfang Juli 2002 über einen Hamburger Makler direkt aus den Niederlanden zu den nordrein-westfälischen Herstellern geliefert worden.