Kranke Seehunde können trotzdem dem Menschen gefährlich werden

Virus nicht übertragbar

Die Seehundstaupe ist nur für die Tiere selbst eine tödliche Gefahr. Das Virus ist nicht auf den Menschen übertragbar. Allerdings können kranke Seehunde auch dem Menschen gefährlich werden, denn der Biss der Wildtiere kann schwere Infektionskrankheiten übertragen.

Dazu zählen Wundstarrkrampf und Rotlauf, auch als Wundrose bekannt. Diese Erkrankung verursacht nicht nur starkes Fieber, sondern kann auch Komplikationen wie eine Venenentzündung hervorrufen.

Urlaubern wird daher geraten, großen Abstand zu halten, wenn ein Seehund am Strand oder im Watt gefunden wird. In diesem Fall sollten sie sofort die Polizei oder die nächstgelegene Seehundstation informieren. Die Tiere sollten unbedingt in Ruhe gelassen werden. Selbst ein Heuler oder ein geschwächtes Alttier würde sich sonst durch energische Bisse zur Wehr setzen. Da auch tote Seehunde noch Krankheiten übertragen können, sollten Menschen auch um verendete Tiere einen Bogen machen.