Greenpeace protestiert gegen E.ON-Ruhrgas-Fusion

Energiefusion genehmigt

Die Entscheidung des Wirtschaftsministeriums, der umstrittenen Ministererlaubnis für die Fusion von E.ON/Ruhrgas gegen den Willen der Kartellbehörde zuzustimmen, kommentiert Greenpeace Sprecher Heinz Laing: "Ein Energieriese, der künftig auch noch ein Quasi-Monopol im europaweiten Gasmarkt hat - das ist der einzige Profiteur der E.ON/Ruhrgas Fusion. Das grosse Nachsehen haben die Verbraucher, weil Wettbewerbsrecht und Umweltschutz bei dieser Entscheidung umgangen wurden. Weder im Erlaubnisverfahren noch bei den Auflagen für die Fusionserlaubnis wurden Klimaschutz- und Verbraucherinteressen berücksichtigt.“

E.ON war nach Ansicht von Greenpeace in den letzten Jahren stets Bremser beim Klimaschutz. Jetzt erhalte der Konzern auch noch die Kontrolle über den Gas Monopolisten Ruhrgas und könne damit den Einsatz von Erdgas in Deutschland nach Belieben steuern. Der notwendige Ausbau der umweltfreundlichen Energienutzung wie die Kraft-Wärme-Kopplung werde dadurch gebremst, weil er nicht in das Konzept von Eon passe.

Greenpeace hat gegen die Nichtberücksichtigung von Klima- und Verbraucherschutzaspekten im Fusionsverfahren Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. „Sollte das Gericht unserer Beschwerde statt geben, wird Greenpeace die notwendigen gerichtlichen Schritte gegen die Fusion unternehmen.", erklärte Laing abschliessend.