Deutsche Bank verdient mehr als erwartet

Rausschmisse senken Personalkosten um eine Milliarde

Die Deutsche Bank hat das erste Halbjahr 2002 ungeachtet der Turbulenzen am Aktienmarkt und zahlreicher Unternehmenspleiten mit einem hohen Gewinn abgeschlossen. Dabei profitierte das größte europäische Kreditinstitut von Milliardenerlösen aus Beteiligungsverkäufen, aber auch erheblichen Einsparungen auf der Kostenseite. Dabei hat das Unternehmen vor allem die laufenden Personalkosten massiv gesenkt, die im ersten Halbjahr 2002 mit 5,8 Milliarden Euro um mehr als eine Milliarde Euro unter dem Vorjahreswert lagen.

Nach Angaben der Deutschen Bank stieg der Vorsteuergewinn im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Bereinigt um die Erlöse aus Beteiligungsverkäufen von gut 2 Milliarden Euro, Belastungen aus Finanzanlagen und Abfindungen von insgesamt knapp 1,0 Milliarden Euro und weiteren Sonderfaktoren kletterte der Vorsteuergewinn um 19 Prozent auf 913 Millionen Euro. Auf Sicht der ersten sechs Monate verbesserte sich der unbereinigte Gewinn vor Steuern von knapp 2,6 Milliarden auf 3,5 Milliarden Euro.