Dioxin diesmal im Fischfutter

Nur 70 von 200 Kilo gefunden

200 Kilogramm mit Dioxin belastetes Fischfutter ist aus Dänemark nach Hessen gelangt. Das Futter konnte allerdings nur teilweise beschlagnahmt werden. Wie am Donnerstag aus dem Umweltministerium in Wiesbaden verlautete, sei der "weit überwiegende" Teil bei dem betroffenen Händler sichergestellt, der Rest aber verfüttert worden. 70 der ursprünglich 200 Kilogramm Futtermittel befanden sich den Angaben zufolge nicht mehr in dem belieferten Betrieb.

Als mögliche Ursache der Futterverseuchung nannte ein Ministeriumssprecher den "natürlichen Dioxingehalt" von Nord- und Ostsee. Das Ministerium hatte den Dioxinfund am Mittwoch gemeldet. Nach der zum 1. Juli geänderten deutschen Futtermittelverordnung sind 2250 Picogramm Dioxin pro Kilogramm zulässig. Der in dem dänischen Futter bestimmte Wert lag um 640 Picogramm pro Kilogramm darüber.