Nordsee kann aufatmen

Sauerstoffgehalt verbessert

Nach drei eher trüben Jahren kann die Nordsee wieder aufatmen. Der Sauerstoffgehalt des Meeres sei inzwischen wieder "sehr gut", teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Donnerstag in Hamburg mit. Die BSH-Wissenschaftler stützen sich dabei auf Ergebnisse einer zweiwöchigen Forschungsfahrt auf der Nordsee.

Niedrige Chlorophyll-Konzentrationen seien Beleg für nur geringe Vorkommen pflanzlichen Planktons. Zum Teil sei das Wasser "ungewöhnlich klar", sagte der wissenschaftliche Leiter der Forschungsfahrt, Gerd Becker. Die Sauerstoffsättigung von über 80 Prozent in Bodennähe sei für diese Jahreszeit überaus erfreulich.

Die positive ökologische Entwicklung der Nordsee ist nach Angaben Beckers darauf zurückzuführen, dass die internationalen Maßnahmen zur Reduzierung des Nährstoffeintrags wirksam werden. Eine geringere Nährstoffkonzentration hält das Wachstum des Planktons in Grenzen und damit auch den Sauerstoffverbrauch.

Als Problemzonen der Nordsee gelten nach wie vor die großen Flussmündungen etwa von Rhein und Elbe, aber auch das Meeresgebiet vor der deutsch-dänischen Küste und vor England.