Schröder will Solidarpakt II vorziehen

Hilfe für Flutopfer

Bundeskanzler Gerhard Schröder will als Konsequenz aus der Flutkatastrophe den Solidarpakt II zugunsten des Wiederaufbaus in den betroffenen Regionen Ostdeutschlands vorziehen. Nach einem Besuch in den Katastrophengebieten in Sachsen sagte er, jetzt müssten Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam überlegen, wie sie die "große Gemeinschaftsleistung" des Wiederaufbaus der überfluteten Regionen hinbekommen.

Das Ausmaß der Katastrophe gehe weit über seine bisherigen Vorstellungen hinaus. Es gebe Infrastruktur-Schäden in Milliardenhöhe. Deshalb müsse der Bund jetzt rasch die notwendigen Mittel zur Sanierung der zerstörten Infrastruktur mobilisieren. Schröder betonte, er hoffe auf finanzielle Unterstützung der EU sowie die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Er wolle einen Spendenaufruf starten und hoffe auf eine "Welle der Solidarität" für die Betroffenen.