Nida-Rümelin gibt Soforthilfe für Kulturstätten

Hochwasser

Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) stellt bis zu drei Millionen Euro "Soforthilfe" für hochwassergeschädigte Kulturstätten zur Verfügung. Nida-Rümelin entschied am Freitag, diese Summe aus seinem laufenden Haushalt zu entnehmen, wie das Bundespresseamt in Berlin mitteilte. Er begründete die schnelle Maßnahme mit den katastrophalen Folgen des Hochwassers für zahlreiche herausragende Kulturstätten, insbesondere in Dresden. Ziel sei es, Theater und Museen rasch wieder öffnen zu können.

Nach Angaben des Deutschen Museumsbundes ist die Gesamtsumme der Schäden an Kunst und Kultur noch nicht abzumessen. Zu den direkten Schäden durch das Wasser und den eiligen Transport der Objekte kämen weit schwerwiegendere hinzu, die durch katastrophale (raum-)klimatische Bedingungen - etwa durch den Ausfall der Klimaanlagen - entstanden seien. Beim Museumsbund gehen derzeit zahlreiche Angebote von Museen und Restauratoren aus dem In- und Ausland ein, die Depotbestände in ihren Räumlichkeiten zwischenzulagern und bei Restaurierungsmaßnahmen vor Ort unentgeltlich behilflich zu sein.

In Dresden hat die Überflutung des Dresdner Theaterplatzes die Technik von Semper Oper, Staatsschauspiel und Staatlichen Kunstsammlungen schwer getroffen und teilweise zerstört. Es ist derzeit nicht abzusehen, wann diese Häuser ihre Pforten für die Besucher wieder öffnen können.

Nida-Rümelin betonte, die sofort verfügbaren Mittel seien nicht auf Sachsen begrenzt. Er hoffe, dass andere weltberühmte Schätze wie beispielsweise der Wörlitzer Park von Zerstörungen verschont bleiben.