Die Tiere trifft es auch

Die Hochwasserkatastrophe

Von der Hochwasserkatastrophe sind auch Tausende Tiere betroffen. "Vor allem Wildtiere und landwirtschaftliche Nutztiere drohen in den Fluten zu ertrinken", sagte Manfred Hess, Sprecher des Bundes Deutscher Tierfreunde e.V. Wilde Tiere wie Rehe, Füchse oder Maulwürfe würden häufig von den Wassermassen überrascht und könnten nicht in andere Reviere ausweichen. Bei großen Mengen von Nutztieren sei in Einzelfällen eine rechtzeitige Evakuierung nicht mehr möglich. Einige Bauern hätten bereits ganze Herden notschlachten müssen. Außerdem könnten Haustiere oft nicht in die Notunterkünfte ihrer evakuierten Besitzer mitgenommen werden.

In vielen Fällen würden Hunde oder Katzen von ihren "Herrchen" zur Betreuung an andere Privatpersonen gegeben, sagte Hess. Über Zootiere lägen derweil noch keine "dramatischen" Erkenntnisse vor. In einigen überfluteten Städten und Gemeinden seien aber Tierheime vom Wasser weggerissen worden und müssten wieder neu aufgebaut werden.

Hess verwies darauf, dass Tierkadaver bereits in den Fluten treiben und an Uferbefestigungen oder Gittern hängen geblieben sind. Noch gebe es keine Gefahren, dass von den toten Tieren Seuchen ausgehen, sagte der Sprecher. Um Gesundheitsrisiken zu vermeiden, müssten die Kadaver von den zuständigen Behörden allerdings schnell entfernt und fachgerecht entsorgt werden.