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Kaffee gegen Krebs?

Koffein schützt Mäuse vor Tumoren

Im Tierversuch hat sich gezeigt, dass das Alkaloid Koffein vor Hautkrebs schützt. Forscher der Rutgers University im Bundesstaat New Jersey fanden heraus, dass eine auf die Haut aufgetragene Koffeinlösung Tumorwachstum verhindern kann. Das berichtet das Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Science (PNAS). Die Wissenschaftler um Allan Conney bestrahlten spezielle Mäuse zweimal wöchentlich fünf Monate lang mit künstlichem UV-B-Licht, jenen energiereichen Strahlen, die nach einer langen Sonnenexposition Sonnenbrand verursachen und Hautkrebs auslösen können. "Nach der Bestrahlung wurde den Nagern am Rücken eine Koffeinlösung auf die Haut aufgestrichen", erklärte Conney. Diese Mäuse entwickelten dabei um 70 Prozent weniger Tumore auf der Haut als die unbehandelte Kontrollgruppe.

Der Inhaltsstoff von Kaffee und Tee führt offenbar zu einem vermehrten Absterben von Tumorzellen (Apoptose) , vermuten die Forscher. Bereits frühere Studien hatten gezeigt, dass ein Koffein-Zusatz im Trinkwasser die Tiere vor Tumoren bewahrte. Der Vorteil der äußeren Anwendung ist, dass höhere Konzentrationen bzw. insgesamt höhere Dosismengen verwendet werden können, erklärte Conney. "Menschen könnten eine derart hohe Menge nicht ohne Nebenwirkungen trinken", erklärte der Studienleiter. Vor Versuchen, sich den Körper zum Schutz mit Kaffee einzureiben, sei aber gewarnt. Weitere Untersuchungen müssen zeigen, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind bzw. ob koffeinhaltige Medikamente zur Prävention vor Hautkrebs möglich sind.