Dioxingehalt der Elbe soll sich wieder normalisieren

Nach dem Hochwasser

Aus dem vom Hochwasser betroffenen tschechischen Chemiewerk Spolana sind keine zusätzlichen Dioxinmengen in die Elbe gelangt. Analysen von Wasserproben hätten ergaben, dass die ermittelten Dioxinkonzentrationen "im Bereich von Messungen in früheren Jahren" lagen, teilte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) am Dienstag in Berlin mit. Er zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass sich die Wasserqualität der Elbe bald von den Hochwasserfolgen erholen und keine dauerhaften Rückschläge erleiden werde. Die Folgen des Schadstofftransports aus den Sedimenten für die Nordsee müssten allerdings genauestens verfolgt und analysiert werden.

Die am 16. August entnommenen Proben aus dem Hochwasser der oberen Elbe zwischen dem Werk Spolana und der Muldemündung wiesen den Angaben zufolge Dioxinkonzentrationen zwischen 4,7 und 18,2 Nanogramm je Liter Wasser auf. Die Ergebnisse ergänzender Untersuchungen Sachsens lägen sogar unterhalb der Nachweisgrenzen. Durch das Hochwasser sei in den Flusssedimenten abgelagertes Dioxin aufgewirbelt worden und auf diese Weise in das Flutwasser gelangt. Durch die großen Wassermengen seien diese Dioxineinträge aber wieder verdünnt worden. Ähnliche Ergebnisse hatten bereits vor einigen Tagen die Messungen zur Quecksilberbelastung der Elbe ergeben.