Windkraftbetreiber verpflichten sich zu mehr Lärmschutz

Statt festem Mindestabstand

Die Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen in Nordrhein-Westfalen reagieren mit einer freiwilligen Verpflichtung zu mehr Lärmschutz auf die anhaltende Kritik betroffener Anwohner. Eine entsprechende, bundesweit bisher einmalige Erklärung des Bundesverbandes Windenergie (BWE) stellten der Städtebauminister des Landes, Michael Vesper (Grüne), und der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Johannes Lackmann, am Montag in Düsseldorf vor.

Vesper betonte, er baue darauf, dass die Hersteller und Betreiber nun verstärkt auf die Anwohner zugingen. Von den Windkraftgegnern erwarte er, dass sie diesen Schritt "erkennen und anerkennen". Die Windkraft brauche Akzeptanz, betonte der Minister. Das Land hatte auch in seinem neuen Windenergieerlass vom Mai auf eine von vielen Windkraftgegnern geforderte Festlegung eines Mindestabstandes zwischen Anlagen und Wohngebäuden verzichtet und statt dessen auf die freiwillige Selbstverpflichtung gesetzt.

Die Verpflichtung sieht unter anderem vor, in Zukunft auf den Bau von Anlagen zu verzichten, die störende Einzeltöne wie ein motorähnliches Brummen verursachen. Auch der Schattenwurf der Anlagen soll auf ein Minimum reduziert werden. Zudem verpflichten sich die Erbauer und Betreiber von Anlagen, betroffene Bürger frühzeitig an der Planung zu beteiligen. Der Verband hat in Nordrhein-Westfalen rund 1500 Mitglieder.