Der Gewinn blieb aus

Teilprivatisierung der Bundeswehr erfolglos

Die Privatisierung von Teilbereichen der Bundeswehr bringt nicht den erhofften Erfolg. Die Bilanz der bundeseigenen Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (GEBB) sei "ernüchternd", sagte der SPD-Haushaltsexperte Hans Georg Wagner dem Wirtschaftsmagazin "Focus Money". In diesem Jahr würden die Einnahmen nur die Kosten der Gesellschaft decken. Offenbar seien die Erwartungen überzogen gewesen, sagte Wagner. Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) hatte bereits im vorigen Jahr mit Einsparungen in Höhe von einer Milliarde Mark (rund 500 Millionen Euro) gerechnet.

Dadurch seien auch die Preise für nicht mehr benötigte Liegenschaften der Bundeswehr in den Keller gefallen. Die GEBB sollte durch die Privatisierung von Fuhrpark, Bekleidung oder Liegenschaften zusätzliche Mittel in Milliardenhöhe für die Truppe einbringen.